Die Sakramente

Die Sakramente als Stationen der Gotteserfahrung

An dieser Stelle möchte ich ihnen etwas über die Bedeutung der Sakramente erzählen. Die Bedeutung der Sakramente gerät zunehmend in Vergessenheit. Ab und zu behauptet jemand, das bestimmte Sakramente, zum Beispiel das Bußsakrament, abgeschafft worden seien. Dem ist keineswegs so. Alle sieben Sakramente sind in der katholischen Kirche nach wie vor gültig. Die zentrale Schrift zu diesem Thema ist: "Der Katechismus der katholischen Kirche", der im Jahre 1993 in einer Neuauflage erschienen ist.


Nur durch Glauben können wir die Sakramente als Stationen der Gotteserfahrung leben. Die Stationen reichen von der Taufe bis zur Krankensalbung und umfassen somit einen Großteil des menschlichen Lebens. Unser Glaube sagt: Gott hat Jesus auferweckt vom Tod, er hat ihm neues Leben gegeben. Und dieser auferstandene Herr lebt wieder in seiner Kirche, er lebt in der Gemeinschaft der Gläubigen. Er wirkt an uns vor allem durch die Sakramente: durch die Taufe und die Firmung, durch die Eucharistie und das Sakrament der Versöhnung, durch die Salbung schwerkranker und leidender Menschen, durch das Sakrament der Weihe und das Sakrament der Ehe. Wir wissen alle: in den wichtigen Monaten des Lebens, in freudvollen oder schmerzhaften Situationen, da ist ein gutes Word auch der Ermahnung und des Trostes. Worte können aufrichten und helfen, Worte können aber auch zerstören, die Atmosphäre vergiften, ja sogar "töten".


Aber Worte reichen oft nicht aus, um auszudrücken, was wir dem anderen mitteilen wollen. Dann fügen wir den Worten Zeichen hinzu: einen Blumenstrauß, ein Geschenk oder einfach (ohne viel Worte) einen Händedruck oder eine Umarmung. Mit Worten und Zeichen, mit Gebärden und Gesten, ja auch mit unserer Körpersprache drücken wir aus, was uns bewegt, was wir einander bedeuten, wie wir zueinander stehen.


Worte zum Leben hat Gott zu uns gesprochen in der heiligen Schrift und zuletzt durch Jesus von Nazareth, seinen Sohn. Jesus ist das letzte Word Gottes an uns Menschen, für unser Leben. Aber Jesus hat nicht nur mit Worten zum Ausdruck gebracht, was Gott für uns bedeutet, sondern auch mit Zeichen. Diese Zeichen nennen wir Sakramente. Durch diese Sakramente wirkt er in verschiedenen Situationen unseres Lebens wie zum Beispiel Geburt, Krankheit und Tod. Jesus hat unter anderem Kranke geheilt, in dem er zu ihnen Worte des Lebens gesagt und ihnen gleichzeitig die Hände aufgelegt hat. Worte der Zuwendung Gottes und Zeichen seiner Zuwendung hat Jesus vermittelt. Er wollt, dass solche Worte und solch sprechende Zeichen in seinem Namen alle Menschen erreichen, zu allen Zeiten und bei allen Generationen und allen grundlegenden Situationen des Lebens: wenn zum Beispiel ein Kind zur Welt kommt und wenn es erwachsen wird, wenn Menschen vor Gott und voreinander schuldig geworden sind. Immer wollte Jesu, der Auferstandene, uns beistehen.


Zu jedem Sakrament gehört also ein äußeres Zeichen, das ich sehen, hören, spüren kann, und eine Wirkung, die unsichtbar ist und die ich nur im Glauben wahrnehmen kann, Von dieser unsichtbaren Wirkung sprechen die Gebete, welche die Zeichen begleiten. Es ist die Kraft des Heiligen Geistes, die diese Begegnung mit Jesus Christus und durch ihn mit dem Vater möglich macht.


Von uns wird erwartet, dass wir im Glauben und Vertrauen dem Herrn begegnen wollen


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