Berichte - Was war los in der Pfarrei Baumburg?
- 09.01.2017

Abschied von Waldemar Schimpl

Eine große Trauergemeinde nahm kürzlich in der übervollen Kirchberger Kirche Abschied von Waldemar Schimpl, der im Alter von 77 Jahren in Berg bei St. Wolfgang verstarb.


Schimpl, der vor allem durch sein großes Engagement als Kirchenpfleger in der Pfarrei Baumburg vielen in Erinnerung bleiben wird, hatte seine Wurzeln im Böhmerwald (Heuraffl), wo er zusammen mit seiner Familie mit sieben Jahren vertrieben wurde. Erste Station war Giggenhausen bei Freising. Von dort aus fuhr er oft mit seinem älteren Bruder (Schimpl hatte drei Brüder von denen heute noch zwei Brüder in Kanada leben) in die Berge und zu seiner Tante Maria Stoiber, die Mesnerin in St. Wolfgang war. Dort lernte er auch seine spätere Frau Ursula Hauer kennen, die er 1966 ehelichte. Aus der Ehe gingen drei Kinder (Stefan, Manuela und Wolfgang) hervor. Mit Enkel Elias wurde er auch stolzer Opa. Schimpls Berufsleben war  sehr vielseitig: zunächst wurde er als Kunst- und Wagenschmied ausgebildet, später war er Kolonnenführer beim Montagebau und dann Fernmeldemonteur bei Siemens.

Waldemar Schimpl war nicht nur am Ort und in der Region sehr beliebt, sondern auch überaus engagiert. Bei den Schützen in St. Wolfgang, beim TSV Altenmarkt und beim Männerverein war er Mitglied. Tief im Glauben verwurzelt galt sein Hauptaugenmerk kirchlichen Belangen. Von 1988 bis 2014 war er Mitglied in der Kirchenverwaltung. Sieben Jahre davon steckte Waldemar seine ganze Kraft und Energie in seine Tätigkeit als Kirchenpfleger. Während seiner Amtszeit wurde die Rabendener Kirche grundlegend renoviert und die 600-Jahrfeier der Kirche St. Wolfgang begangen. Ein großes Anliegen war ihm die Bewirtung der Wallfahrer aus Aschau am Inn und Überackern, die jährlich am Pfingstmontag zur Kirche in St. Wolfgang pilgern. Waldemar Schimpl war in dieser Zeit nahezu rund um die Uhr für seine ehrenamtliche Tätigkeit im Einsatz, war immer verlässlicher Ansprechpartner und hatte stets konstruktive Ideen, um anstehende Aufgaben anzugehen. Seine Leidenschaft waren die Berge. Kein Berg der bayerischen Alpen war ihm fremd. Seinen Hausberg, den Staufen bestieg er 75 mal. Gleichsam ein Ritual über etwa 40 Jahre war die Karfreitag Fußwallfahrt von Altenmarkt nach Maria Eck, die Waldemar Schimpl zusammen mit gleichgesinnten Begleitern aus dem Verwandten-, Bekannten- und Freundeskreis unternahm. Kürzlich konnte er noch am 10. September die Goldene Hochzeit mit seiner Frau feiern.
Den Trauergottesdienst hielt Pfarrer Hans Huber gemeinsam mit Geistlichem Rat Josef Stigloher, Pater Sebastian, Gemeindereferentin Irmi Huber und Pfarrer Michael Seifert. Der Rabendener Kirchenchor unter Claudia Judex übernahm die musikalische Gestaltung. Berührend war die von seinem Bruder Gerold nach der Kommunion mit Gitarrenbegleitung vorgetragene Weise „Amazing Grace“. Nicht nur seine Angehörigen und die Pfarrei und verlieren mit Waldemar Schimpl einen wertvollen Mitmenschen, der in vielerlei Hinsicht Vorbild war und durch seine hilfsbereite Art lange in Erinnerung bleiben wird.


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