Berichte - Was war los in der Pfarrei Baumburg?
- 16.06.2019

„Froh um jeden Menschen, den ich kennengelernt und jede Erfahrung, die ich gemacht habe“

Das Glaubensfest, das alljährlich in Baumburg veranstaltet wird, stand heuer nicht nur im Wirken des Heiligen Geistes, sondern etwas wehmütig auch im Zeichen des Abschieds von Pfarrer Hans Huber. Der Dekan, der gleichzeitig Pfarradministrator in der Pfarrei Baumburg war, wechselt am 1. September in einen großen Pfarrverband im Raum Kiefersfelden/Oberaudorf/Oberes Inntal und nutzte das Glaubensfest, um sich von den Altenmarkter Gläubigen zu verabschieden. In seiner Predigt blickte er auf eine schöne Zeit in Altenmarkt und rückte seine gemachten Erfahrungen und das Kennenlernen vieler engagierter Menschen in den Mittelpunkt.


Abschiedsfoto zum Schluss beim Glaubensfest in der Baumburger Kirche am Pfingstmontag: von links sind in der ersten Reihe zu sehen: der neu Diakon Andreas Kolb, Pater Sebastian, Pfarrer Hans Huber, Pfarrer Christoph Kronast, Pater Gerhard aus Südafrika, Gemeindereferentin Irmi Huber, Diakon Wolfgang Mösmang sowie Obings Pfarrer David Mehlich. In der zweiten Reihe der Altardienst mit den ebenfalls anwesenden Ruhestandspfarrern Konrad Kronast und Josef Stigloher. Foto: sts

Auch dieses Jahr spielte das Wetter mit, so dass eine große Schar radelnder Pilger nach Baumburg kam. Der Vorsitzende des Kreiskatholikenrat Traunsteins Korbinian Obermayer konnte zu dem von Katholikenrat gemeinsam mit dem katholischen Dekanatsrat Traunstein und Baumburg sowie den katholischen Verbänden im Landkreis Traunstein veranstalteten Gottesdienst zahlreiche Gläubige in der Baumburger Kirche begrüßen. Den von den Baumburger Chören (Rabendener und Altenmarkter Kirchen- sowie der Triangel-Chor, dirigiert von Regina Mitterer mit Sonja Kühler an der Orgel und Claudia Judex an der Oboe) musikalisch gestalteten Gottesdienst feierten sie gemeinsam mit Dekan Hans Huber, Baumburgs Pater Sebastian, Obings Pfarrer David Mehlich, Kienbergs Diakon Wolfgang Mösmang, der örtlichen Gemeindereferentin Irmi Huber sowie Pfarrer Christoph Kronast, Pater Gerhard aus Südafrika (für dessen Projekt letztes Jahr gesammelt wurde) und den kürzlich zum Diakon geweihten Mühldorfer Andreas Kolb, der derzeit in Obing seinen Pastoralkurs absolviert. Pfarrer Hans Huber gratulierte dem angehenden Neu-Priester zu Beginn des Gottesdienstes und überreichte ihm ein kleines Präsent. Pfarrer Hubers Predigt stand ganz im Zeichen des Abschiednehmens. Nicht ohne Wehmut verabschiede er sich auch von den Menschen der Pfarrei Baumburg. Wenn er zum 1. September die neue Stelle als Leiter des großen Pfarrverbandes Kiefersfelden/Ober- und Niederaudorf (Oberes Inntal) antrete, werde ihn dort sicher keine leichte Aufgabe erwarten. Der Abzug von drei Ordensbrüdern des Karmeliten-Ordens aus Kloster Reisach zurück in deren polnische Heimat bedeute einen herben Verlust in der Seelsorge, der erst kompensiert werden müsse. Dies sei eine Herausforderung, der er sich nun stellen müsse. Gleichzeitig spiegle dies aber auch die gesellschaftliche Entwicklung wider, unter der auch kirchliche Strukturen leiden. Waren noch vor Jahrzehnten vor allem die Menschen auf dem Land im Glauben verwurzelt, so sei es heute nicht mehr selbstverständlich, dass jeder etwa den Hintergrund des Pfingstfestes kenne. Es ist das Wirken des Geistes Jesu, das mit dem Pfingstfest gefeiert werde. Wo dieser Geist wirke, werde armen oder alten Menschen geholfen, oder auch Flüchtlingen. Genau das habe er in der Pfarrei Baumburg auch miterleben dürfen und darüber sei er sehr froh. Hier wurde im Pfarrgemeinderat engagiert gearbeitet, in der Kirchenverwaltung sich aktiv eingebracht und im pfarrlichen Leben trotz des Aufs und Abs der vergangenen Jahre immer wieder Zeit gefunden, gemeinsam etwas zu unternehmen und auch Feste zu feiern. Auch bei der Integration der Pfarrei in das gesellschaftliche Leben, zu der das Miteinander im Vereinsleben oder in der politischen Gemeinde gehöre, spüre man letztlich das Wirken des Heiligen Geistes. Pfarrer Huber schloss mit den Worten des kirchlichen Mystikers Meister Eckharts: „Immer ist die wichtigste Stunde die Gegenwart, der wichtigste Mensch, der einem gerade gegenübersteht und die wichtigste Tat die Liebe!“ Der Reinerlös der Kollekte ging dieses Jahr an die Trostberger Tafel, die von den Maltesern tatkräftig unterstützt werden. Zu Ende des Gottesdienstes nutzten viele Verbände die Gelegenheit, sich persönlich von dem Dekan und Pfarrer zu verabschieden. Baumburgs Pfarrgemeinderatsvorsitzende Irmi Stöckl dankte für die gute Zusammenarbeit und überreichte ihm gemeinsam mit Gemeindereferentin Irmi Huber eine von Kirchenmusikerin Sonja Kühler gebackene Torte, auf der die alte und neue Heimatkirche modelliert waren. Zudem erhielt er ein liebevoll von den Baumburger Kirchengremien gestaltetes Abschiedsbuch. Baumburgs Kirchenpfleger Konrad Haller fasste die drei Jahre unter Pfarrer Huber zusammen: „Wie wenn nach einem Gewitter die Sonne durchbricht!“ Und genau diesen Sonnenschein gab ihm auch Hans Riederer als Vertreter der KAB Altenmarkt in Form eines Bildes des von der Sonne beschienenen Baumburger Sonnenengels mit auf seinem weiteren Lebensweg. Damit ihm die Altenmarkter weiter in Erinnerung bleiben, überreichte ihm Bürgermeister Stephan Bierschneider das Begrüßungsgeschenk für Altenmarkter Neubürger inklusive des Heimatbuches. Für das Dekanat verabschiedete Dekanatsratsvorsitzender Hans Mayer sich von Dekan Hans Huber mit einem Buch. Mayer betonte, dass Hans Huber auch hier nicht einfache Aufgaben hervorragend bewältigte. So musste in den acht Jahren als Dekan jedes Jahr mindestens ein Pfarrerwechsel in einer der angeschlossenen Pfarreien und Pfarrverbände organisiert werden Zum Schluss des Gottesdienstes segnete Dekan Hans Huber zusammen mit den anderen Kirchenvertretern die Räder und deren Besitzer vor der Kirche. Kreiskatholikenratsvorsitzender Korbinian Obermayer lud im Anschluss zum gemeinsamen Feiern und Essen in den Pfarrgarten ein. Verschiedenste kirchliche Verbände und Gruppen hatten dort ihre Stände aufgebaut. Infomaterial war an den Ständen von KAB, Katholischer Landvolkbewegung (KLB), beim KDFB (Frauenbund) sowie bei der Katholischen Frauengemeinschaft (kfd) ausgelegt. Die Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB) und der Katholische Frauenbund aus Altenmarkt sowie die Malteser aus Traunstein bewirteten die Gäste.


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